Rotorblätter wuchten - Airtist.de

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Know How´s rund um den Modellbau
(aus dem Nähkästchen geplaudert)

 
 

Rotorblätter auswuchten



Kauft man sich seine Lieblingsblätter mehrfach, und ein Blatt aus einem Paar (z.B.: nach einem Absturz) bleibt unbeschädigt, so kann man aus unterschiedlichen Einzelblättern wieder ein funktionstüchtiges Paar herstellen.
Oder aus 2+1 mach 3-Blatt...

Hier eine Vorgehensweise um diese nutzen zu können:

1. Arbeitsschritt:

die Rotorblätter werden einzeln gewogen. Den Wert am besten aufs Rotorblatt schreiben zur leichteren Unterscheidung später. Auch Edding-Stift Beschriftung ist möglich. Dieser lässt sich sehr leicht wieder mit Sekundenkleber-Aktivator entfernen.

2. Schwerpunkt ermitteln:

dazu nehme ich immer einen Gegenstand mit einer definierten Kante, worauf man das Rotorblatt legt. In meinem Fall eine Holz-Dreikantleiste.
Durch verschieben des Blattes auf der Dreikantleiste wird nun möglichst exakt der Punkt gesucht, in der es in der Waage ist.
Diesen Punkt dann am Blatt kennzeichnen. Beim zweiten Blatt ist ebenso zu verfahren.

 
 
 
 
 

3. Schwerpunkt vergleichen:

Um Unterschiede zu erkennen, beide Blätter nebeneinander legen, besser aber noch die Blatthalterschraube durchstecken durch das Loch.
Nun kann man erkennen wie sauber die Blätter ausgewuchtet, bzw. diese zueinander gepaart wurden.
Ist da kein Unterschied zu sehen, kann gleich zu Punkt 5 übergegangen werden.

 
 

4. Dynamisches Wuchten:

Damit durch die in Drehzahl versetzten Blätter keine Unwucht erzeugen, bedingt durch unterschiedliche Schwerpunkte, wird nun das leichtere Blatt auf den Schwerpunkt des schwereren Blattes gebracht.
Dazu als erstes die Schwerpunktmarkierung des schwereren Blattes auf das leichtere Rotorblatt übertragen.
Dann wird entweder am äußeren oder inneren Ende des Blattes Gewicht angebracht. Je nachdem wo es eben nötig ist. In diesem Bild-Beispiel innen.

Am besten eignet sich dazu TESA-Film. Dieser wird um das Blatt in Flugrichtung (Drehrichtung) aufgebracht. Soviel, bis es mit dem Schwerpunkt des schwereren Blattes übereinstimmt.
Ist dies geschehen, ist darauf zu achten, das die Endkante des TESA-Films durch die vorbeiströmende Luft im Flug nicht abgelöst werden kann.

Das Klebeband muß um die vordere Nasenleiste herumgeklebt sein!

 
 
 
 
 

5. Statisches Wuchten:

beide Blätter werden nun so miteinander verschraubt, wie sie auch am Heli montiert werden.
Keinesfalls dürfen die Nasenleisten in dieselbe Richtung zeigen!
Ansonsten entstehen Ungenauigkeiten die zu Unwucht und Vibrationen führen.
Mittels einer langen Schraube, oder wie in meinem Fall einer Gewindestange, die an beiden Enden übersteht, kann nun Final gewuchtet werden.
Die Blätter werden auf einer ebenen Vorrichtung (z.B.: 2 Gläser) gleichmäßig aufgesetzt. Nun kann man beobachten oder es schon passt, oder nicht wenn eine Seite stark nach unten zieht.
Falls nicht wird solange am leichteren Blatt (am Schwerpunkt!) Gewicht angebracht bis es korrekt in der Waage ist.

Wichtig!


Unbedingt muß das Klebeband am Schwerpunkt des Blattes bei diesem Arbeitsschritt angebracht sein!

 
 
 
 
 

Sind die Blätter nun ausbalanciert und zeigen kein eindeutiges Kippverhalten mehr zu einer Seite, sind diese nun Einsatzbereit.


Viel Spaß beim fliegen.

 
 

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